Höre auf deine innere Stimme!

Wenn wir bemerken, dass sich in verschiedenen Bereichen unseres Lebens ein Gefühl von Irritation und Orientierungslosigkeit ausbreitet, besteht unser erster Instinkt darin, nach Orientierung zu suchen. Wir sind überzeugt, dass wir die Antworten, die wir brauchen, irgendwo da draußen finden und die Suche nach ihnen wird uns helfen, wieder auf den richtigen Weg zurückzufinden.

Die „innere Stimme” hören.

Obwohl es manchmal sehr hilfreich sein kann, Rat und Orientierung bei anderen zu suchen, ist dies nicht immer der beste Weg für uns.

Anstatt sich auf jemanden zu verlassen, der uns unsere Wahrheit sagt, sollten wir stattdessen nach innen schauen und versuchen die Antworten in uns selbst zu finden. Jeder von uns hat die Gabe eines “inneren Beraters”, der uns niemals in die falsche Richtung lotsen wird.

Dieser “innere Berater” ist jedoch nicht aufdringlich. Er wird nicht sprechen, es sei denn, wenn wir ihn um Hilfe bitten. Wenn wir bereit sind, unser Herz und unsere Sinne zu öffnen, um zu hören, was unsere „innere Stimme“ zu sagen hat, wird die Weisheit frei fließen und unser Leben lässt sich zum Besseren wenden.

Nun, wie lässt sich diese Fülle von Weisheit erschließen? Gibt es dafür ein Antragsformular irgendwo, dass wir ausfüllen müssen? Nein, Gott sei Dank ist es sogar noch einfacher als das. Folgende Tipps helfen dir mit deiner „inneren Stimme“ in Kontakt zu treten und sie zu nutzen, um das Beste aus deinem Leben zu machen:

1) Sorge für harmonische Rahmenbedingungen – unsere innere Führung gedeiht in einer friedlichen, ruhigen Umgebung. Wenn du viel Lärm und Chaos um dich herum hast, wirst du keinen Zugang zu dieser Weisheit haben. Versuche einen ruhigen Platz zu finden, wo du dich entspannen kannst. Außerdem kannst du mit schönen Dingen, wie einigen frischen Blumen, Duftkerzen oder Räucherstäbchen oder auch beruhigend wirkenden Bildern eine gute Atmosphäre schaffen. Was auch immer hilft, versetz dich in eine ruhige und friedliche Stimmung.

2) Blicke nach innen – falls du nicht regelmäßig meditierst, kann dies fürs Erste schwierig sein. Vielleicht fragst du dich, auf was zum Teufel man sich eigentlich konzentrieren soll oder, was man dabei erblicken soll. Die Antwort ist einfach: nichts. Konzentriere dich auf nichts. Schließe einfach die Augen und richte deine Aufmerksamkeit nach innen, auf die Stille in dir. Es werden wahrscheinlich zufällige Gedanken auftauchen, aber lasse sie einfach vorüberziehen, kehre wieder zurück und richte deine Aufmerksamkeit auf die Stille.

3) Hör auf deine „innere Stimme“ – wenn du dich in einer bestimmten Situation befindest, die dir zu schaffen macht, wäre dies ein guter Zeitpunkt, um dir darüber Gedanken zu machen. Versuche aber nicht darüber zu urteilen und ziehe nicht irgendwelche Schlüsse.

Führe dir das Problem vor Augen und akzeptiere es als das, was es in diesem Moment ist. Frage dich dann: “Wie könnte momentan für mich die beste Vorgehensweise aussehen?”

Spiel die Möglichkeiten im Kopf durch und merke, wie sich jede dieser Möglichkeiten anfühlt. In den meisten Fällen wirst du den Unterschied spüren, ob sich etwas richtig oder falsch anfühlt.

4) Gib der Lösung Zeit sich zu entwickeln – falls du zunächst noch keine Erkenntnisse erlangst, dann lege die Frage für eine Weile beiseite. Indem du diesen Prozess durchläufst, stehst du bereits mit deiner inneren Führung in Kontakt und bittest um Hilfe. Auch wenn du nicht sofort eine Antwort erhältst, sie wird kommen. Und nach meiner Erfahrung dauert dies nicht lange. Genau deshalb solltest du dich bemühen, für die Antwort offenzubleiben, bis es so weit ist und sie sich dir erschließt. Sie wird in der Regel in Form eines Geistesblitzes oder einer Erkenntnis erscheinen, wie ein sogenanntes „Ah ha!“ Erlebnis. Oder vielleicht wird sie sich eher in Form eines subtilen Bauchgefühls zeigen, bei dem du einfach weißt, dass sich ein bestimmtes Verhalten richtig anfühlt.

5) Handle aus dem Herzen – wenn dir klar ist, was du zu tun hast, handle mit Vertrauen. Lass dich nicht von Bedenken oder Ängsten zurückhalten. Glaube daran, blicke nach vorne mit Mut. Deine innere Führung weiß, was für dich am besten ist. Merke, dass es tatsächlich keinen richtigen oder falschen Weg im Leben gibt, sondern nur Erfahrungen, aus denen wir lernen können. Allein das genaue Betrachten deiner Möglichkeiten und die Berücksichtigung, welcher Weg momentan der Richtige für dich ist, kann eine klügere Entscheidung sein, als jede andere.

Sei jederzeit bestrebt, dein eigener Herr zu sein. Es ist nicht falsch bei anderen nach Weisheit und Erkenntnis Ausschau zu halten, aber du bist nicht verpflichtet, ihnen gedankenlos zu folgen.

Du hast die Möglichkeit, deinen eigenen Weg zu finden und du kannst entscheiden, was für dich am besten ist. Auf deiner Suche nach Erkenntnis wirst du auf Information stoßen, die sich für dich richtig anfühlen und andere wiederum scheinen für dich momentan keinen Sinn zu machen. Verwende deinen inneren Scharfsinn und begreife, dass es viele Wahrheiten gibt. Du musst nur deine finden.

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Kommentare (1)

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  1. Hallo Ralf! Ein super Artikel! Vor ein paar Jahren noch hatte ich meine eigene innere Stimme ganz tief in mir vergraben und habe mich bei Entscheidungen stattdessen auf lange Pro-und-Contra-Listen sowie die Meinung anderer gestützt. Dadurch habe ich aber zum Beispiel das falsche Studium gewählt und in den falschen Jobs gearbeitet. Erst als ich immer unglücklicher wurde, habe ich gelernt, auf mein Bauchgefühl zu hören. Und dieses hat mir ganz klar gesagt, dass ich meinen Job als Juristin aufgeben und noch eine neue Ausbildung machen soll. Auf dem Papier eine riskante Entscheidung. Ich habe ja ein gutes Gehalt, Anerkennung und tolle Karrieremöglichkeiten mit aufgegeben. Aber heute liebe ich meinen Job! Ich habe mich als Traumleben-Coach selbständig gemacht und lebe damit meine Berufung. Und das Schönste ist, ich darf auch andere dabei begleiten, endlich in ein Leben zu starten, das wirklich zu ihnen passt! Liebe Grüße, Kerstin

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